ESPR-Fristen-Checker · kostenlos, ohne Anmeldung

Wie viel Zeit bleibt Ihnen bis zur DPP-Frist?

Wählen Sie Ihre Produktgruppe und sehen Sie sofort: den Stichtag, die Rechtsgrundlage, ob der Termin feststeht oder erwartet wird – und eine Rückwärts-Roadmap mit konkreten Zeitfenstern für Ihre Vorbereitung.

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Ein Klick genügt: Sie sehen den Stichtag, die Rechtsgrundlage, die verbleibende Zeit und eine Rückwärts-Roadmap mit konkreten Zeitfenstern für Ihre Vorbereitung.

Elektronik: Geschirrspüler (Start des gestaffelten Rollouts)

Stichtag: Läuft an Rechtsgrundlage: Energielabel-Carryover

Den Anfang des Elektronik-Rollouts machen Geschirrspüler: Ihre Produktdaten wandern über den Energielabel-Carryover in den Produktpass. Ein einzelnes Tagesdatum gibt es dafür nicht – der Rollout ist gestaffelt angelegt.

DPP für Elektronik & Haushaltsgeräte
Verbleibende Zeit (Schätzung) 2026 Stichtag Schätzung

Für diesen Termin ist noch kein Tagesdatum veröffentlicht. Der Countdown rechnet gegen den 1. Juli des genannten Jahres – eine bewusst gewählte, klar gekennzeichnete Annahme – und zeigt deshalb nur Jahre und Monate, keine tagesgenaue Frist.

Ihre Rückwärts-Roadmap bis zum Stichtag

  1. 1  –  12–18 Monate vorher

    Betroffenheit klären, Datenlücken analysieren, Lieferanten informieren.

  2. 2  –  6–12 Monate vorher

    Material-, Herkunfts- und Nachweisdaten pro Artikel erfassen und validieren.

  3. 3  –  Bis zum Stichtag

    DPP-Seiten veröffentlichen, QR-Codes in Etikett und Verpackung integrieren, Pflegeprozess etablieren.

Vernichtungsverbot für unverkaufte Textilien und Schuhe (große Unternehmen)

Stichtag: Fix Rechtsgrundlage: ESPR, Art. 25

Ab diesem Stichtag dürfen große Unternehmen unverkaufte Textilien und Schuhe nicht mehr vernichten. Das ist noch keine DPP-Pflicht, aber der erste feste ESPR-Termin, der die Textilbranche direkt trifft – und ein deutliches Signal für die kommenden Produktpass-Anforderungen.

DPP für Textilunternehmen
Verbleibende Zeit 19.07.2026 Stichtag

Ihre Rückwärts-Roadmap bis zum Stichtag

  1. 1  –  12–18 Monate vorher

    Betroffenheit klären, Datenlücken analysieren, Lieferanten informieren.

  2. 2  –  6–12 Monate vorher

    Material-, Herkunfts- und Nachweisdaten pro Artikel erfassen und validieren.

  3. 3  –  Bis zum Stichtag

    DPP-Seiten veröffentlichen, QR-Codes in Etikett und Verpackung integrieren, Pflegeprozess etablieren.

Batterien: EV-, Industrie- (über 2 kWh) und LMT-Batterien (E-Bike, E-Scooter)

Stichtag: Fix – erste harte DPP-Deadline Rechtsgrundlage: EU-Batterieverordnung 2023/1542

Die erste wirklich harte Deadline für den Digitalen Produktpass, und sie kommt nicht über die ESPR, sondern über die EU-Batterieverordnung. Betroffen sind auch E-Bike- und E-Scooter-Marken, deren Akkus als LMT-Batterien gelten. Dieses Datum steht tagesgenau fest.

Digitaler Batteriepass für E-Bikes & Akkus
Verbleibende Zeit 18.02.2027 Stichtag

Ihre Rückwärts-Roadmap bis zum Stichtag

  1. 1  –  12–18 Monate vorher

    Betroffenheit klären, Datenlücken analysieren, Lieferanten informieren.

  2. 2  –  6–12 Monate vorher

    Material-, Herkunfts- und Nachweisdaten pro Artikel erfassen und validieren.

  3. 3  –  Bis zum Stichtag

    DPP-Seiten veröffentlichen, QR-Codes in Etikett und Verpackung integrieren, Pflegeprozess etablieren.

Textilien und Bekleidung (inklusive Schuhe)

Stichtag: Erwartet Rechtsgrundlage: ESPR, delegierter Rechtsakt

Textilien stehen im ESPR-Arbeitsplan ganz oben. Der delegierte Rechtsakt wird nach aktueller Planung 2027 erwartet; verbindlich wird die Pflicht mit seinem Erlass plus Übergangsfrist. Für die Datenerhebung in einer verzweigten Textil-Lieferkette ist das wenig Vorlauf.

DPP für Textilunternehmen
Verbleibende Zeit (Schätzung) 2027 (erwartet) Stichtag Schätzung

Für diesen Termin ist noch kein Tagesdatum veröffentlicht. Der Countdown rechnet gegen den 1. Juli des genannten Jahres – eine bewusst gewählte, klar gekennzeichnete Annahme – und zeigt deshalb nur Jahre und Monate, keine tagesgenaue Frist.

Ihre Rückwärts-Roadmap bis zum Stichtag

  1. 1  –  12–18 Monate vorher

    Betroffenheit klären, Datenlücken analysieren, Lieferanten informieren.

  2. 2  –  6–12 Monate vorher

    Material-, Herkunfts- und Nachweisdaten pro Artikel erfassen und validieren.

  3. 3  –  Bis zum Stichtag

    DPP-Seiten veröffentlichen, QR-Codes in Etikett und Verpackung integrieren, Pflegeprozess etablieren.

Reifen

Stichtag: Erwartet Rechtsgrundlage: ESPR, delegierter Rechtsakt

Reifen gehören zur ersten ESPR-Welle. Der delegierte Rechtsakt wird für 2027 erwartet. Relevant werden vor allem Materialzusammensetzung, Rollwiderstand, Laufleistung und Rezyklatanteile.

DPP für Reifen
Verbleibende Zeit (Schätzung) 2027 (erwartet) Stichtag Schätzung

Für diesen Termin ist noch kein Tagesdatum veröffentlicht. Der Countdown rechnet gegen den 1. Juli des genannten Jahres – eine bewusst gewählte, klar gekennzeichnete Annahme – und zeigt deshalb nur Jahre und Monate, keine tagesgenaue Frist.

Ihre Rückwärts-Roadmap bis zum Stichtag

  1. 1  –  12–18 Monate vorher

    Betroffenheit klären, Datenlücken analysieren, Lieferanten informieren.

  2. 2  –  6–12 Monate vorher

    Material-, Herkunfts- und Nachweisdaten pro Artikel erfassen und validieren.

  3. 3  –  Bis zum Stichtag

    DPP-Seiten veröffentlichen, QR-Codes in Etikett und Verpackung integrieren, Pflegeprozess etablieren.

Reparierbarkeits-Anforderungen für Elektronik

Stichtag: Erwartet Rechtsgrundlage: ESPR (horizontal)

Die ESPR sieht horizontale Anforderungen an die Reparierbarkeit von Elektronik vor – also Vorgaben, die nicht an eine einzelne Produktgruppe gebunden sind. Erwartet wird die Wirksamkeit ab 2027; Ersatzteil-, Demontage- und Reparaturinformationen gehören dann in den Produktpass.

DPP für Elektronik & Haushaltsgeräte
Verbleibende Zeit (Schätzung) 2027 (erwartet) Stichtag Schätzung

Für diesen Termin ist noch kein Tagesdatum veröffentlicht. Der Countdown rechnet gegen den 1. Juli des genannten Jahres – eine bewusst gewählte, klar gekennzeichnete Annahme – und zeigt deshalb nur Jahre und Monate, keine tagesgenaue Frist.

Ihre Rückwärts-Roadmap bis zum Stichtag

  1. 1  –  12–18 Monate vorher

    Betroffenheit klären, Datenlücken analysieren, Lieferanten informieren.

  2. 2  –  6–12 Monate vorher

    Material-, Herkunfts- und Nachweisdaten pro Artikel erfassen und validieren.

  3. 3  –  Bis zum Stichtag

    DPP-Seiten veröffentlichen, QR-Codes in Etikett und Verpackung integrieren, Pflegeprozess etablieren.

Möbel

Stichtag: Erwartet Rechtsgrundlage: ESPR, delegierter Rechtsakt

Möbel gehören zu den ESPR-Prioritäten; der delegierte Rechtsakt wird für 2028 erwartet. Wer die Material-, Herkunfts- und Recyclingdaten jetzt aufbaut, verteilt den Aufwand über mehrere Jahre, statt ihn in ein Deadline-Projekt zu pressen.

DPP für Möbel
Verbleibende Zeit (Schätzung) 2028 (erwartet) Stichtag Schätzung

Für diesen Termin ist noch kein Tagesdatum veröffentlicht. Der Countdown rechnet gegen den 1. Juli des genannten Jahres – eine bewusst gewählte, klar gekennzeichnete Annahme – und zeigt deshalb nur Jahre und Monate, keine tagesgenaue Frist.

Ihre Rückwärts-Roadmap bis zum Stichtag

  1. 1  –  12–18 Monate vorher

    Betroffenheit klären, Datenlücken analysieren, Lieferanten informieren.

  2. 2  –  6–12 Monate vorher

    Material-, Herkunfts- und Nachweisdaten pro Artikel erfassen und validieren.

  3. 3  –  Bis zum Stichtag

    DPP-Seiten veröffentlichen, QR-Codes in Etikett und Verpackung integrieren, Pflegeprozess etablieren.

Elektronik: Kühlgeräte und EV-Ladegeräte

Stichtag: Geplant Rechtsgrundlage: Energielabel-Carryover

Die zweite Stufe des Elektronik-Rollouts: Kühlgeräte und EV-Ladegeräte folgen nach aktueller Planung 2028 über den Energielabel-Carryover. Auch hier gibt es kein festes Tagesdatum.

DPP für Elektronik & Haushaltsgeräte
Verbleibende Zeit (Schätzung) 2028 (geplant) Stichtag Schätzung

Für diesen Termin ist noch kein Tagesdatum veröffentlicht. Der Countdown rechnet gegen den 1. Juli des genannten Jahres – eine bewusst gewählte, klar gekennzeichnete Annahme – und zeigt deshalb nur Jahre und Monate, keine tagesgenaue Frist.

Ihre Rückwärts-Roadmap bis zum Stichtag

  1. 1  –  12–18 Monate vorher

    Betroffenheit klären, Datenlücken analysieren, Lieferanten informieren.

  2. 2  –  6–12 Monate vorher

    Material-, Herkunfts- und Nachweisdaten pro Artikel erfassen und validieren.

  3. 3  –  Bis zum Stichtag

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Matratzen

Stichtag: Erwartet Rechtsgrundlage: ESPR, delegierter Rechtsakt

Für Matratzen wird der delegierte Rechtsakt 2029 erwartet. Die Branche hat einen hohen D2C-Anteil – der Produktpass wird damit auch zum Verkaufsargument am Point of Sale, nicht nur zur Pflichtübung.

DPP für Matratzen
Verbleibende Zeit (Schätzung) 2029 (erwartet) Stichtag Schätzung

Für diesen Termin ist noch kein Tagesdatum veröffentlicht. Der Countdown rechnet gegen den 1. Juli des genannten Jahres – eine bewusst gewählte, klar gekennzeichnete Annahme – und zeigt deshalb nur Jahre und Monate, keine tagesgenaue Frist.

Ihre Rückwärts-Roadmap bis zum Stichtag

  1. 1  –  12–18 Monate vorher

    Betroffenheit klären, Datenlücken analysieren, Lieferanten informieren.

  2. 2  –  6–12 Monate vorher

    Material-, Herkunfts- und Nachweisdaten pro Artikel erfassen und validieren.

  3. 3  –  Bis zum Stichtag

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Spielzeug (der DPP ersetzt die Konformitätserklärung)

Stichtag: Fix (Übergangsfrist läuft) Rechtsgrundlage: EU-Spielzeugverordnung 2025/2509

Für Spielzeug entsteht der Produktpass nicht über die ESPR, sondern über die EU-Spielzeugverordnung 2025/2509 – und er ersetzt die bisherige Konformitätserklärung. Die Verordnung selbst steht fest, die Pflicht greift nach Ablauf der Übergangsfrist um 2030.

DPP für Spielzeug
Verbleibende Zeit (Schätzung) ca. 2030 Stichtag Schätzung

Für diesen Termin ist noch kein Tagesdatum veröffentlicht. Der Countdown rechnet gegen den 1. Juli des genannten Jahres – eine bewusst gewählte, klar gekennzeichnete Annahme – und zeigt deshalb nur Jahre und Monate, keine tagesgenaue Frist.

Ihre Rückwärts-Roadmap bis zum Stichtag

  1. 1  –  12–18 Monate vorher

    Betroffenheit klären, Datenlücken analysieren, Lieferanten informieren.

  2. 2  –  6–12 Monate vorher

    Material-, Herkunfts- und Nachweisdaten pro Artikel erfassen und validieren.

  3. 3  –  Bis zum Stichtag

    DPP-Seiten veröffentlichen, QR-Codes in Etikett und Verpackung integrieren, Pflegeprozess etablieren.

Elektronik: Smartphones und Tablets

Stichtag: Geplant Rechtsgrundlage: Energielabel-Carryover

Die letzte bekannte Stufe des Elektronik-Rollouts: Smartphones und Tablets kommen nach aktueller Planung 2030 über den Energielabel-Carryover in den Produktpass.

DPP für Elektronik & Haushaltsgeräte
Verbleibende Zeit (Schätzung) 2030 (geplant) Stichtag Schätzung

Für diesen Termin ist noch kein Tagesdatum veröffentlicht. Der Countdown rechnet gegen den 1. Juli des genannten Jahres – eine bewusst gewählte, klar gekennzeichnete Annahme – und zeigt deshalb nur Jahre und Monate, keine tagesgenaue Frist.

Ihre Rückwärts-Roadmap bis zum Stichtag

  1. 1  –  12–18 Monate vorher

    Betroffenheit klären, Datenlücken analysieren, Lieferanten informieren.

  2. 2  –  6–12 Monate vorher

    Material-, Herkunfts- und Nachweisdaten pro Artikel erfassen und validieren.

  3. 3  –  Bis zum Stichtag

    DPP-Seiten veröffentlichen, QR-Codes in Etikett und Verpackung integrieren, Pflegeprozess etablieren.

Alle DPP-Fristen 2026–2030 im Überblick

Die vollständige Timeline aller Produktgruppen – unabhängig davon, welche Gruppe Sie oben ausgewählt haben.

Alle DPP-Fristen 2026–2030 im Überblick
StichtagProduktgruppeRechtsgrundlageStatus
2026Elektronik: Geschirrspüler (Start des gestaffelten Rollouts)Energielabel-CarryoverLäuft an
19.07.2026Vernichtungsverbot für unverkaufte Textilien und Schuhe (große Unternehmen)ESPR, Art. 25Fix
18.02.2027Batterien: EV-, Industrie- (über 2 kWh) und LMT-Batterien (E-Bike, E-Scooter)EU-Batterieverordnung 2023/1542Fix – erste harte DPP-Deadline
2027 (erwartet)Textilien und Bekleidung (inklusive Schuhe)ESPR, delegierter RechtsaktErwartet
2027 (erwartet)ReifenESPR, delegierter RechtsaktErwartet
2027 (erwartet)Reparierbarkeits-Anforderungen für ElektronikESPR (horizontal)Erwartet
2028 (erwartet)MöbelESPR, delegierter RechtsaktErwartet
2028 (geplant)Elektronik: Kühlgeräte und EV-LadegeräteEnergielabel-CarryoverGeplant
2029 (erwartet)MatratzenESPR, delegierter RechtsaktErwartet
ca. 2030Spielzeug (der DPP ersetzt die Konformitätserklärung)EU-Spielzeugverordnung 2025/2509Fix (Übergangsfrist läuft)
2030 (geplant)Elektronik: Smartphones und TabletsEnergielabel-CarryoverGeplant

Stand der Angaben: aktuelle EU-Planung. Bei den ESPR-Produktgruppen bezeichnen die Jahreszahlen den erwarteten Zeitpunkt, ab dem der delegierte Rechtsakt wirksam wird. Verbindlich wird die Pflicht mit Erlass des Rechtsakts plus Übergangsfrist (in der Regel 18 Monate). Diese Seite ist eine Orientierungshilfe und ersetzt keine Rechtsberatung.

ESPR-Fristen richtig einordnen

Der Digitale Produktpass kommt nicht auf einen Schlag, sondern branchenweise – und nicht jede Jahreszahl hat dasselbe Gewicht. Diese Einordnung hilft Ihnen, Ihren eigenen Zeitplan realistisch zu planen.

Warum die Fristen gestaffelt kommen

Es gibt keinen einzelnen Stichtag, ab dem der Digitale Produktpass für alle gilt. Die EU führt ihn produktgruppenweise ein: Für jede Gruppe wird ein eigener delegierter Rechtsakt unter der Ökodesign-Verordnung (ESPR) erlassen, der festlegt, welche Daten der Pass enthalten muss.

Parallel dazu laufen zwei eigene Regelwerke: Die EU-Batterieverordnung bringt den Batteriepass mit einem festen Datum, und die EU-Spielzeugverordnung führt den Produktpass als Ersatz für die Konformitätserklärung ein. Wer beide Produktgruppen im Sortiment hat, plant also gegen unterschiedliche Rechtsgrundlagen.

Fix oder erwartet – warum der Unterschied zählt

Nur wenige Termine stehen tagesgenau fest. Bei den ESPR-Produktgruppen bezeichnen die Jahreszahlen den erwarteten Zeitpunkt, ab dem der delegierte Rechtsakt wirksam wird. Verbindlich wird die Pflicht erst mit dem Erlass des Rechtsakts plus Übergangsfrist – in der Regel 18 Monate.

Für die Praxis heißt das: Ein erwartetes Jahr kann sich verschieben, die Richtung aber nicht. Wer erst mit dem Rechtsakt startet, hat die Übergangsfrist als gesamtes Projektbudget – für Datenerhebung entlang der Lieferkette ist das erfahrungsgemäß knapp.

Batterien: die erste harte Deadline

Der 18. Februar 2027 ist der einzige Termin in dieser Übersicht, der tagesgenau feststeht und eine echte DPP-Pflicht auslöst. Ab dann braucht jede EV-, Industrie- (über 2 kWh) und LMT-Batterie einen digitalen Batteriepass.

LMT steht für Light Means of Transport und trifft damit direkt E-Bike- und E-Scooter-Marken. Erfasst werden müssen unter anderem Zellchemie, Kapazität, CO₂-Fußabdruck, Recyclinganteile und Konformitätsnachweise.

Spielzeug: Produktpass statt Konformitätserklärung

Die EU-Spielzeugverordnung 2025/2509 ist beschlossen; ihre Besonderheit ist, dass der Produktpass die bisherige Konformitätserklärung ablöst. Für Spielzeugmarken ist der DPP damit keine zusätzliche Pflicht, sondern die neue Form eines Nachweises, den sie ohnehin führen.

Die Pflicht greift nach Ablauf der Übergangsfrist um 2030. Viele Hersteller bereiten sich früher vor, weil ihre zentralen Sicherheitsnachweise davon abhängen.

Elektronik: gestaffelter Rollout statt Stichtag

Elektronik und Haushaltsgeräte kommen nicht über einen einzelnen Termin in den Produktpass, sondern über den Energielabel-Carryover: Geschirrspüler ab 2026, Kühlgeräte und EV-Ladegeräte ab 2028, Smartphones und Tablets ab 2030.

Dazu kommen die horizontalen Reparierbarkeits-Anforderungen der ESPR ab 2027. Für Elektronikhersteller lohnt es sich deshalb, die Datenstruktur einmal sauber aufzubauen und dann pro Produktgruppe zu erweitern.

Wie dieser Checker rechnet

Bei Terminen mit festem Tagesdatum – dem Vernichtungsverbot am 19. Juli 2026 und dem Batteriepass am 18. Februar 2027 – zeigt der Countdown Jahre, Monate und Tage. Er wird beim Seitenaufruf einmal berechnet, nicht sekündlich hochgezählt.

Bei allen anderen Terminen gibt es kein veröffentlichtes Tagesdatum. Der Checker rechnet dort gegen den 1. Juli des genannten Jahres, weist diese Annahme im Ergebnis sichtbar aus und zeigt nur Jahre und Monate. Eine tagesgenaue Frist zu suggerieren, wo keine existiert, wäre irreführend.

Häufige Fragen zu den DPP- und ESPR-Fristen

Ab wann ist der Digitale Produktpass Pflicht?

Die erste harte Frist ist der 18. Februar 2027: Ab dann ist der Batteriepass für EV-, Industrie- und LMT-Batterien (zum Beispiel E-Bike-Akkus) verpflichtend. Die ESPR-Produktgruppen folgen schrittweise – Textilien und Reifen voraussichtlich ab 2027, Möbel ab 2028, Matratzen ab 2029, Spielzeug um 2030.

Was bedeutet es, wenn eine Frist als erwartet gekennzeichnet ist?

Bei den ESPR-Produktgruppen bezeichnen die Jahreszahlen den nach aktueller EU-Planung erwarteten Zeitpunkt, ab dem der jeweilige delegierte Rechtsakt wirksam wird. Verbindlich wird die Pflicht erst mit Erlass des Rechtsakts plus Übergangsfrist, in der Regel 18 Monate. Ein festes Tagesdatum gibt es dafür noch nicht.

Welche DPP-Fristen stehen bereits fest?

Tagesgenau feststehend sind das Vernichtungsverbot für unverkaufte Textilien und Schuhe am 19. Juli 2026 (ESPR, Artikel 25) und der Batteriepass am 18. Februar 2027 (EU-Batterieverordnung 2023/1542). Auch die EU-Spielzeugverordnung 2025/2509 ist beschlossen; dort läuft noch die Übergangsfrist bis etwa 2030.

Wann sollte ich mit der Vorbereitung anfangen?

Rechnen Sie 12 bis 18 Monate vor Ihrem Stichtag für Betroffenheitsanalyse, Datenlücken und Lieferantenkommunikation, 6 bis 12 Monate vorher für die Erfassung und Validierung der Material- und Herkunftsdaten und die letzten Monate für Veröffentlichung, QR-Codes und Pflegeprozess. Die Beschaffung von Nachweisen in der Lieferkette dauert erfahrungsgemäß am längsten.

Gilt die DPP-Pflicht auch für kleine Unternehmen?

Ja. Die Pflicht knüpft an das Inverkehrbringen in der EU an, nicht an die Unternehmensgröße. Die ESPR sieht für KMU Unterstützungsmaßnahmen und teils längere Übergangsfristen vor, aber keine generelle Ausnahme vom Produktpass.

Was passiert, wenn ich die DPP-Frist verpasse?

Produkte ohne vorgeschriebenen Produktpass dürfen nach dem Stichtag nicht mehr in der EU in Verkehr gebracht werden. Die Marktüberwachung der Mitgliedstaaten kann Verkaufsverbote und Rückrufe verhängen; die konkreten Sanktionen legen die Mitgliedstaaten fest.

Frist im Blick – jetzt die Daten aufbauen

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